8. Oktober 2009: Neuigkeiten zum Matschweg
Die Instandsetzung des Waldweges von Neu-Börnsen nach Wohltorf/Aumühle steht weiter ganz vorn auf unserer Agenda. Erneut haben wir unser Anliegen an den Besitzer, den Kreis, herangetragen. Inzwischen liegen über 700 Unterschriften vor, die wir dem Landrat übergeben haben. In der Antwort des Landrates wird unser Anliegen anerkannt. Weiterhin sagt uns der Verwaltungsleiter, dass mit dem Amt ein Gespräch mit dem Ziel geführt sei, den Gemeinden den Weg kostenfrei zu übertragen. Eine finanzielle Hilfe wurde zugesagt. Das Amt prüft laut mündlicher Auskunft die Kostenfrage. Das kann also gut aussehen. Die Verhandlungen gehen weiter...
24. September 2009: Gemeindevertretung belässt Konzession beim Konzern
Die Gemeindevertretung hat in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, einen neuen Konzessionsvertrag Strom mit dem Konzern E.ON Hanse AG abzuschließen. Nachdem in der letzten Gemeindevertretersitzung beschlossen wurde, auch das GWB-eigene Netz an E.ON zu verkaufen, betreibt jetzt ein großer Konzern allein unser Netz (siehe auch den Kommentar vom 30. Juli weiter unten).
Was bedeutet der Abschluss eines Konzessionsvertrages mit einem Konzern aus GRÜNER Sicht?
Das Leitungsnetz für Strom wird in der Regel auf öffentlichem Grund verlegt. Der Betreiber des Netzes muss zur Nutzung der öffentlichen Flächen mit der Gemeinde einen Vertrag abschließen. Dieser Konzessionsvertrag räumt die für den Betrieb erforderlichen Wegenutzungsrechte ein. Im Gegenzug verpflichtet sich der Betreiber, die Versorgung der Gemeinde mit Strom zu gewährleisten. Betreiber können sowohl lokale Stadtwerke als auch außerörtliche Konzerne sein. Die Betreiber erhalten für die Pflege des Netzes ein Nutzungsentgelt durch die Strombezieher. Dabei achtet die Bundesnetzagentur darauf, dass die Gebühren angemessen und nicht überhöht sind.
Im Interesse der Kommunen und seiner Bürger sollte es liegen, dass die in der Kommune erwirtschafteten Erträge in der Region bleiben. Auch sollte gewährleistet sein, dass die Vielzahl kleiner dezentraler Stromerzeugungseinheiten gut vernetzt sind. Konzerne haben daran kein Interesse. Sie achten vorwiegend darauf, dass ihr aus zentralen Großkraftwerken erzeugter Strom über ihre regionalen Unternehmen vertrieben wird. Beim Betrieb der Netze durch einen Konzern gehen die Erträge für die Netzgebühr also für die Kommune verloren. Statt der Förderung dezentral erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energie oder Gaskleinkraftwerken wird wieder die umweltschädliche Großkraftlösung gestützt.
Zusätzliche Frage: Warum hat Börnsen die Konzession nicht an heimische Stadtwerke vergeben?
6. September 2009: Krümmel – Aus bleibt aus! Hand drauf!
Wir bekennen uns zu regenerativen Energien, Atomkraft wird nicht mehr benötigt. Über dreißig Jahre wird Atommüll erzeugt – und es gibt kein Lager dafür. Allein deshalb darf kein weiterer Müll produziert werden. Wir haben erneut vor dem AKW Krümmel gegen den Weiterbetrieb demonstriert.
Unser Kandidat zur Landtagswahl, Klaus Tormählen, war dabei –
Rechts im Gespräch mit der Bundesvorsitzenden Claudia Roth und Konstantin von Notz, Direktkandidat zur Bundestagswahl
31. August 2009: Mandatsfrage geklärt
In der Sitzung des Bauausschusses stellten wir die Frage nach dem Mandat des Bürgermeisters (siehe 24. August direkt unterhalb dieses Eintrags). Die Antwort: Es gibt einen Beschluss der Gemeindevertretung von vor etwa vier Jahren, im Gewerbegebiet Einzelhandel für ein vollständiges Sortiment anzusiedeln. Dies geschah, als wir noch nicht in der Gemeinde vertreten waren.
In der Sitzung haben wir auch ein Angebot der Sparkasse zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage auf Schule und Bürgerhaus vorgelegt. Wir sind so übereingekommen, dass vor einem Beschluss zum Bau die Verfahrensfrage mit den Kosten im Vorfeld geklärt werden soll.
Zum Protokoll der Sitzung des Bauausschusses
24. August 2009: Weiterer Einzelhandel nach Börnsen?
Woher hat unser Bürgermeister das Mandat?
Seit Monaten wird über die Errichtung eines EDEKA-Marktes neben ALDI an der Straße Zwischen den Kreiseln geredet. Mehrfach haben Landes- und Kreisplanung uns versichert, dass auf Grund der planerischen Vorgaben ein zweiter Einzelhandelsmarkt von mehr als 800 m2 Verkaufsfläche nicht nach Börnsen kommt. Dennoch versucht unser Bürgermeister immer wieder, seine Wünsche nach der Errichtung des zweiten Marktes umzusetzen. So konnte er bei der Landesplanung ein Umschwenken erreichen: Ein weiterer Markt würde zugelassen werden, wenn die Gemeinde Wentorf zustimmt. Also trug unser Bürgermeister den Wunsch entsprechend an die Gemeinde Wentorf heran. Für die würde ein EDEKA-Markt in Börnsen allerdings bedeuten, dass einer der zwei EDEKAs in Wentorf aufgeben müsste. Aus unserer Sicht wäre damit in Folge ein Veröden des Casinoparks wahrscheinlich. So etwas kann ein verantwortungsvoller Politiker in Wentorf niemals zulassen. Also blitzte unser Bürgermeister in Wentorf ab.
Für uns bleiben Fragen: Unser Bürgermeister sagte in Wentorf, dass Börnsen neben ALDI ein Vollsortiment wünsche. Woher hat er das Mandat, dies dort so vorzutragen? Unseres Wissens gibt es keinen entsprechenden Gemeinderats- oder Ausschussbeschluss.
Wie denkt die Mehrheit der Börnsener darüber? Ist es gut für uns, wenn wir ein so großes Angebot vor der Hautür haben? Was passiert mit den anderen Einzelhandelsgeschäften, z. B. in Börnsen unten? Wie geht Börnsen mit dem damit verbundenen Verkehrsanstieg um?
8. August 2009: Schon 180 Unterschriften für den Waldweg
Der Waldweg von Neu-Börnsen nach Aumühle war einmal ein fester und viel benutzter Wanderweg. Seit über 30 Jahren ist der Weg durch Forstfahrzeuge und die Verlegung einer Gasleitung in einem desolaten Zustand. Die Benutzung für Wanderer und Radfahrer ist seitdem so gut wie unmöglich. Seit über einem Jahr bemühen sich nun die Börnsener Grünen um eine Instandsetzung. Bisher vergeblich. Der Weg ist im Besitz des Kreises. Der verweigert die Pflege und möchte ihn am liebsten abgeben. Doch niemand will ihn haben. Weder Gemeinden noch der Forstbezirk des Fürsten Bismarck. Grüne aus Börnsen und Wohltorf wollen das so nicht hinnehmen. Seit drei Wochen sammeln sie Unterschriften von Bürgern in Börnsen und der näheren Umgebung. Ca. 180 Unterschriften sind schon zusammengekommen. Die Fortführung der Sammlung ist bis Ende September geplant. Dann soll sie dem Landrat übergeben werden und der Forderung nach Instandsetzung Nachdruck verleihen.
30. Juli 2009: Stromnetz wird an E.on-Hanse AG verkauft
Beschluss bei der Gemeindevertretersitzung: Der Verkauf des Stromnetzes des Gas- und Wärmedienstes (GWB) an die E.on-Hanse AG wurde mehrheitlich zustimmend zur Kenntnis genommen. Für uns Grüne ist der Verkauf der GAU. Börnsen vergibt damit Einfluss und Steuerungsmöglichkeiten in die Hand eines milliardenschweren Konzerns. Zusätzliche Einnahmemöglichkeiten durch die Nutzungsentgelte für die Gemeinde sind für Jahrzehnte vertan. Für uns war und ist Dezentralisierung das Ziel von Energieerzeugung und Energieversorgung.
Börnsens gepflegtes Image des kleinen Energieversorgers David als Besieger des Großkonzerns Goliath ist je geplatzt. Einzelheiten über die Hintergründe können hier aus Gründen der Vertraulichkeit zur Zeit nicht aufgeführt werden. Wir Grünen haben Vorschläge zur Umsteuerung gemacht, hatten aber keine Chance einzugreifen, zumal wir zu der Zeit, als die Weichen in der GWB gestellt wurden, noch gar nicht in der Gemeindevertretung waren.
Zum Bericht über die Gemeindevertretersitzung
27. Juli 2009: Errichtung eines zweiten Discounters rückt näher
Der Bauausschuss hat dem Vorbescheidsantrag zur Errichtung eines Einzelhandelsgeschäfts und eines Getränkemarktes in Neu-Börnsen in der Straße Am Bornbusch zugestimmt. Ob und wann mit dem Bau begonnen wird, ist aber noch nicht sicher. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Börnsen neben ALDI einen weiteren Discounter bekommt.
13. Juli 2009: Was blüht denn da?
Wo bisher nun Einheitsgrün stand, sprießen jetzt Blumen. Doch wie kommen sie dorthin und warum wird nicht gemäht, wie bisher? Grüne setzen sich für blühende Wegränder ein. Im Umweltausschuss haben sie ein Konzept vorgelegt, dass zunächst an einigen Stellen Blumen und Wildkräuter auch einmal zur Blüte kommen, bevor sie gleich wieder abgemäht werden. Zum Start haben wir zusammen mit dem BUND eine Aussaat und eine Bepflanzung vorgenommen. Das Bild entstand an der östlichen Bushaltestelle an der B207.
6. Juli 2009: Aufklärung über Folgekosten von Neubaugebieten
"Innenverdichtung statt Bauen auf dem Acker" – so lautet das Resümee von Untersuchungen, die seit längerem im Bereich der Metropolregion Hamburg über die Zukunfts-Perspektive von Neubaugebieten angestellt werden. Bei einem Vortrag in der Sitzung des Planungsausschusses stellte die Vortragende Kathrin Fahrenkrug vom Institut "Raum und Energie" Ergebnisse von Berechnungen vor, die sich mit den zukünftigen Kosten und der Bevölkerungs-Entwicklung in Städten und Gemeinden befassen. Demnach sind erhebliche Kostensteigerungen und Bevölkerungsausdünnungen bis zum Jahr um 2030 zu erwarten.
Nach der Auffassung der Vortragenden hat Börnsen auf Grund der besonderen Lage noch leichte Vorteile gegenüber mehr ländlichen Gemeinden. Doch auch unser Ort muss sich langfristig auf die Folgen der demografischen Entwicklung vorbereiten. Zu befürchten sind massive Leerstände in den Baugebieten und ausufernde Kosten durch Infrastrukturmaßnahmen.
Das Thema soll in den nächsten Ausschusssitzungen weiter vertieft werden. Spannende Frage aus Sicht der Grünen, die schon vor der Kommunalwahl 2008 vor einer übertriebenen Bautätigkeit auf dem Acker gewarnt hatten: Wird das Problem von den Mehrheitsfraktionen erkannt oder wird es ein ignorantes Weiter-So geben?
15. Juni 2009: Grüne Landtagsfraktion besucht Kita in Börnsen

Das Bild zeigt die Kita-Leiterin Ute Witt (vorn) mit (von links) Karl-Martin Hentschel, Monika Heinold, Maren Tormählen und den Kita-Kids.
Pressebericht
Die Kindertagesstätte Flohzirkus in Neu-Börnsen ist ein privater Kindergarten. Als eingetragener Verein wird er von den Eltern geführt. Die pädagogische Leiterin Ute Witt hat die Kita im Jahr 1992 gegründet. Derzeit werden hier 38 Kinder in zwei Gruppen von vier Fachkräften betreut. Am Montag dem 15. Juni machte eine Delegation der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bei Ihrer Bereisung der Sachsenwaldgemeinden im Südkreis Herzogtum Lauenburg Station in der Kita Flohzirkus. Die Kieler Politiker konnten eine Gruppe von ca. 20 Kindern im Freien beim Spielen im Sand in Augenschein nehmen und waren angetan von der selbstständigen und harmonischen „Arbeit" bei der Gestaltung eines großen Sandberges im Garten.
Anlass des Kita-Besuches ist für die Grünen Landtagspolitiker die uneinheitliche Anwendung der Sozialstaffel bei einkommensschwachen Eltern. Karl-Martin Hentschel, Fraktionssprecher im Kieler Landtag, sagte: „Im Land herrscht bezüglich der Erstattung der Kita-Beiträge für Eltern mit geringem Einkommen ein Kuddelmuddel. Im Kreis Herzogtum Lauenburg erhalten Eltern nur die Minimalerstattung, obwohl viele andere Kreise anders verfahren." Eine Anfrage der Börnsener Grünen, vertreten durch die Fraktionssprecherin Maren Tormählen, beim Amt Hohe Elbgeest hatte ergeben, dass in der Gemeinde Börnsen die Anzahl der Anträge auf Beitragsermäßigung geringer ausfallen als im Durchschnitt. Monika Heinold von der Landtagsfraktion berichtete allerdings von einer Dunkelziffer betroffener Eltern: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Mütter und Väter aus Gründen der Scham gar nicht beim Sozialamt vorstellig werden. Wir streben deshalb auch über einen Antrag im Landtag an, Kinder aus einkommensschwachen Haushalten vollkommen beitragsfrei zu stellen." Ute Witt konnte das bestätigen: „Viele nicht so gut situierte Eltern haben den verständlichen Ehrgeiz, die Beiträge selbst zu wuppen. Einige sind möglicherweise nicht richtig über ihre Rechte informiert. Hier würde ein Schreiben des Kreises gute Hilfe leisten."
Die Grünen lobten das pädagogische Konzept der Kita Flohzirkus. Ute Witt: „Kita ist die Vorbereitung auf die Schule. Wir legen Wert auf einen spielerischen Umgang mit Lernsituationen. Unsere Kinder haben daher einen stressfreien Schulbeginn. Wir wollen keine verweichlichte Generation. Deshalb zeigen wir den Kindern rechtzeitig ihre Grenzen auf. Was uns dringend fehlt, sind männliche Erzieher." Monika Heinold ergänzte: „Leider wird die Arbeit in der Kita nicht so anerkannt wie in der Schule. Staatliche Gelder fließen in die Schule, weniger in die Kita. Die Kita ist eine zentrale Bildungseinrichtung. Wir haben schon lange die Umwandlung als Familienzentrum vorgeschlagen." Auch das konnte Ute Witt bestätigen: „Wir sind häufiger gefordert, Eltern bei Problemen beratend zur Seite zu stehen."
25. Mai: Solaranlage auf dem Bürgerhaus – wir bleiben dran
In der Sitzung des Bauausschusses wurde von uns erneut das Thema Solaranlage auf dem Bürgerhaus ins Gespräch gebracht. Der Ausschuss stimmte unserem Vorschlag zu, zunächst eine kostenlose Begutachtung einer Firma über die Eignung des Daches einzuholen.
Zum
Bericht
14. Mai 2009: Gemeinde kauft neuen Schlepper
Da das alte Gemeindefahrzeug abgängig ist, muss eine Neuanschaffung getätigt werden. Der Anschaffungspreis beträgt 135.987,88 Euro brutto. Das Gerät wurde von Mitgliedern des Bauausschusses ausgesucht und fachlich beurteilt. Die Anschaffung wurde auf der Gemeindevertretersitzung beschlossen.
Zum
Bericht der Sitzung der Gemeindevertretung
4. Mai 2009: Keine Windräder in Börnsen
Auf der Sitzung des Planungsausschusses wurde noch einmal wiederholt, was eigentlich jeder weiß: Es wird auf Börnsener Gebiet keine Windkraftanlagen geben. Grund ist die Ausweisung der Siedlungsfunktion für Börnsen durch die Regionalplanung. Auf Siedlungsachsen sind Windräder unzulässig.
Weitere Themen wurden von den Grünen in die Sitzung gebracht: Begegnungsstätte und Nutzung regenerativer Energien. Ein Bericht über die Sitzung findet sich
hier.
26. April 2009: Tschernobyl-Tag in Krümmel – 2000 waren dabei
Die Großkundgebung am Tschernobyl-Tag in Krümmel demonstrierte mit ca. 2000 Teilnehmern ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Verzicht auf Atomkraft. Atomkraft ist gefährlich, Krümmel ist überflüssig, Wind und Solar statt Atomar, Sicher ist nur das Risiko – waren einige der zur Schau getragenen Parolen. Die Besucher waren sternförmig aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg per Fahrrad, Bahn und Bus/PKW angereist, um vor dem Tor des Atomkraftwerkes für ein "Aus-bleibt-Aus!" zu demonstrieren.
Bilder von der Demo
2. April 2009: Treffpunkt für Bürger in Börnsen Fehlanzeige
Braucht Börnsen ein Begegnungszentrum? Wo und wie können sich Gruppen und Verbände zwanglos treffen? Wenn ja, wo wäre der geeignete Platz, welchen Umfang müsste das Zentrum haben und wer betreibt es?
Diese Frage wollen wir bei der öffentlichen Sitzung des Planungsausschusses am 4. Mai diskutieren.
In Börnsen gibt es zur Zeit nur Begegnungsmöglichkeiten, wenn sie vorgeplant sind. Waldschule und Bürgerhaus können belegt und genutzt werden. Angebote dazu bestehen allerdings nur zu besonderen Anlässen: z. B. beim Heimatfest, ansonsten bei Veranstaltungen der Vereine und Verbände.
In Börnsen fehlt aber ein Treffpunkt, der (in beschränktem Maße) jederzeit (ggf. auch nur an ausgewählten Tagen in der Woche) zugänglich ist. Der Betrieb eines solchen Zentrums sollte auch Angebote für unterschiedliche Altersgruppen haben. Insbesondere fehlt ein Raum für Vereine, Parteien, Jugendgruppen usw., der schnell ohne lange Voranmeldung und Schlüsselorganisation für Besprechungen zur Verfügung steht.
Zu den aktuellen Berichten der Ausschusssitzungen
9. März 2009: Umweltausschuss vertagt Entscheidung
Die auf der vorletzten Gemeindevertretersitzung von uns vorgelegten Anträge zum Landschaftsschutz und Wegebau waren in den Umweltausschuss überwiesen worden. Deren Mitglieder haben heute ebenso wie die Gemeindevertretung keine Entscheidung getroffen.
Beim Landschaftsschutz (siehe auch die Texte zum 12. Februar und 19. Januar weiter unten) waren sie offenbar überfordert. Trotz der von uns schon vor ca. 6 Wochen gelieferten Unterlagen und der damit verbundenen Beratungsfrist zeigte sich bei fast allen Unsicherheit. Das Ergebnis: Vertagung bis zur nächsten Sitzung, dann soll ein Vertreter der Naturschutzbehörde befragt werden.
Zur Realisierung und Finanzierung für die von uns gewünschte Instandsetzung des Waldweges zwischen Neu-Börnsen und Wohltorf/Aumühle gibt es zwei Lösungsansätze: 1. Über ein Förderprojekt durch die AktivRegion, 2. über Fördermittel aus dem Forstwegebauprogramm. Diskutiert wurde zunächst nur die 2. Variante. Als Voraussetzung zur Inanspruchnahme der Fördermittel muss der Weg zunächst in das Eigentum der Gemeinden überführt werden. Der jetzige Besitzer Kreis hat signalisiert, dass das zu einem symbolischen Preis geschehen könnte. Weil der Erwerb aber auch mit weiteren Pflegemaßnahmen verbunden ist, will das die Mehrheit der Gemeindevertreter offenbar nicht. Das Ergebnis: Der Bürgermeister soll mit den Bürgermeistern der anderen beteiligten Gemeinden sprechen und klären, ob dort eine Bereitschaft zur Beteiligung an dem einen oder anderen Lösungsansatz vorliegt.
Weitere Inhalte aus der Sitzung
12. Februar 2009: Biotopverbund soll im Umweltausschuss weiterbehandelt werden
Unser Antrag zur Ausweisung der Felder zwischen dem Naturschutzgebiet Dalbekschlucht und Börnsener Straße wurde in der Gemeindevertretersitzung in den Umweltausschuss verwiesen. Trotz gründlicher Vorarbeit von uns sah sich die Mehrheit der Gemeindevertreter nicht in der Lage, schon jetzt ein Votum für den Biotop- und Artenschutz zu geben. Die Verzögerung einer Entscheidung könnte dazu führen, dass weitere Bauanträge von Landwirten eingereicht werden. Die Verzögerung ist auch deshalb unverständlich, weil vor einem Jahr die Gemeindevertretung mehrheitlich genau diesen Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen beschlossen hatte, nur unter einem anderen Namen.
Zum
Sitzungsbericht
19. Januar 2009: Schutz der Felder am Dalbekwald beantragt
Die landwirtschaftlichen Flächen zwischen Börnsener Straße und Buchenberg (s. u.) dürfen nicht zugebaut werden! Durch eine Fehlplanung der Gemeinde kommt es jetzt dort zum Bau einer Halle. Damit die restlichen Flächen für die Landwirtschaft und den Biotopverbund Dalbekwald-Felder erhalten bleiben, haben wir für die nächste Gemeindevertretersitzung (12. Februar) beantragt, ein Landschaftsschutzverfahren einzuleiten (siehe dazu auch die Meldungen zum 14. Juli und 27. Oktober weiter unten auf dieser Seite und den Wortlaut des >>Antrags).
In einem weiteren Antrag fordern wir die Einreichung des Ausbaus des Waldweges zwischen Börnsen und Aumühle/Wohltorf als Förderprojekt bei der AktivRegion Sachsenwald-Elbe (
Antrag).
5. Januar 2009: Plan zur Gestaltung des ehemaligen Hofgeländes vorgelegt
So ähnlich wie auf dem abgebildeten Plan soll das Gelände des ehemaligen Bauernhofes in der Dorfmitte in Zukunft gestaltet werden: 3 Einzelhäuser, 3 Doppel-Wohnungen und ein 6er-Reihenhaus. Die Zufahrt links unten mit den Besucherparkplätzen soll noch etwas nach Norden verschoben werden.
18. Dezember 2008: SPD verliert Sitz
Bei der Gemeindevertretersitzung hat der Bürgermeister den Austritt einer SPD-Abgeordneten aus der Fraktion mitgeteilt. Die Abgeordnete lässt ihre Mitgliedschaft in der Partei ruhen, verbleibt aber in der Gemeindevertretung.
Siehe auch unseren ausführlichen
Bericht
18. Dezember 2008: Gemeinde will Alleingesellschafter der GWB werden
Bei der Gemeindevertretersitzung gaben die Abgeordneten einstimmig grünes Licht für eine Neufassung des Gesellschaftervertrages der Gas- und Wärme-Dienst GmbH Börnsen (GWB).
Hintergrund: Bei der Gründung der GWB hatten die Gemeinde 60, die Hamburger Gas-Werke 40 Prozent der Anteile an der Gesellschaft. Nachdem die Gaswerke von E.on-Hanse aufgekauft worden waren, war E.on der Partner der Gemeinde. Auf Grund von Vertragsinhalten besaß E.on eine Reihe von Sperrminoritäten, von denen der Konzern auch kräftig Gebrauch machte. Aktuell besteht die Möglichkeit, dass die Gemeinde die E.on-Gesellschaftsanteile erwirbt. Aus diesem Grund wurde der Bürgermeister beauftragt, einen Entwurf bis zum Frühjahr des nächsten Jahres vorzulegen.
Siehe auch unseren ausführlichen
Bericht
11. Dezember 2008: Bürgermeister räumt Versäumnisse ein
Die Gemeindevertretersitzung am 11. Dezember brachte einige Überraschungen. Während der Bürgermeister bei Versäumnissen seines Amtes sonst häufig Nichtwissen vorgibt oder andere Institutionen als zuständig hinstellt, musste er diesmal bei dem Vorwurf des Nicht-Tätigwerdens bei der Durchsetzung des Grünordnungsplans 21/21a passen. Er hätte das aus verschiedenen Gründen nicht schaffen können, so sein Eingeständnis.
Dazu hier noch einmal kurz der Sachverhalt. Der Grünordnungsplan zu den B-Plänen 21/21a sieht vor, dass eine Ausgleichsfläche eingerichtet wird. Diese Fläche sollte noch vor Beginn der Erschlließungsmaßnahme eingezäunt werden und im weiteren von einer Nutzung durch Baufahrzeuge und Ablagerungen geschützt werden. Nichts von dem ist passiert. Statt dessen sind dort Häuserschutt-Ablagerungen vorgenommen und niemals wieder vollständig beseitigt worden. Die Reste wurden einplaniert, als Naturfläche "verkauft" und so von der Gemeinde abgenommen. Wir haben jetzt also eine völlig verunreinigte Schuttfläche, die als Ausgleichs- und Naturfläche für ein Baugebiet dient. Das Schlimme ist, dass trotz permanenter Informationen und Anmahnungen durch Bürger sowohl Investor als auch der Bürgermeister und das Amt nicht das unternommen haben, was zur Umsetzung der Satzung der Grünordnung notwendig gewesen wäre. Aus unserer Sicht ein Skandal, der das Vertrauen in die Verwaltung aufs Tiefste untergraben hat.
Weitere Highlights: CDU und SPD tricksen gemeinsam bei der Wahl der Amtsvertreter, der Vorwurf des Bürgermeisters der nicht wahrheitsgetreuen Berichterstattung im Blatt Grün geht ins Leere, der Bürgermeister kennt die Höhe der Fördergelder für die AktivRegion nicht
Ein ausführlicher Bericht findet sich in unserer
Chronologie









